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FERIENKINDER


Erholungskinder – ein besonderes Erlebniss für vier Wochen


Jedes Jahr organisieren wir für ca. 30- 35 Kinder eine Erholungsreise an den Deister. Die Zahl der Kinder variiert von Jahr zu Jahr, mit den Gastfamilien die sich bereiterklären, ein oder zwei Kinder bei sich aufzunehmen. Bei diesen Kindern, handelt es sich um Kinder aus bedürftigen Familien, Waisen- und Halbwaisenkinder sowie Kinder, die noch immer sehr stark unter den Folgen von Tschernobyl leiden.

Die Kosten für den Bus, die Visa und die Versicherungen werden vom Verein getragen.


Die Kinder werden vom Schulamt der 13 Schulen in Kovel ausgesucht, die Betreuerin die auch mit den Kindern nach Barsinghausen kommt, stattet jeder Familie einen Besuch ab, um die familiären Hintergründe genauer kennen zu lernen, und die tatsächliche Hilfebedürftigkeit des Kindes festzustellen.


Jedes Kind kann auf Einladung des Vereins 2 Jahre hintereinander nach Barsinghausen kommen. Wünschenswert ist dann, in dieselbe Gastfamilie. Manchmal ist dies dann aber nicht Möglich, so dass das Kind dann anders untergebracht wird.


Hinweis: Es besteht die Möglichkeit, die Kinder privat einzuladen.


Hierfür wenden Sie sich bitte an Frau Lilli Bischoff, die weitere Informationen darüber geben kann.


Sobald die Kinder angekommen sind, sollten Sie ihren Reiseproviant durchsehen, um sicher zu gehen, das nichts verderbliches darunter ist, bzw. verdorbenen Dinge gleich entsorgen. Es kann sonst passieren, dass der Proviant im Zimmer aufbewahrt wird und dort vor sich hin gammelt.


Die Kinder essen am liebsten Weißbrot, weil sie kein anderes Brot kennen. Auch Nutella ist bekannt und die meisten Kinder mögen es auch.


Kaum bekannt sind Soßen, wundern Sie sich also nicht, wenn die Kinder z.B. Fleisch oder Bratwurst mit Kartoffelbrei „trocken“ essen. Gemüse ist den Kindern bekannt, jedoch nicht jedes.


Zu den Mahlzeiten sollte Brot sowie Saft oder Wasser mit angeboten werden. Sollte ein Kind gar nichts essen wollen. Kochen Sie einfach ein paar Nudeln / Kartoffeln und stellen sie diese auf den Tisch. Damit werden sie bestimmt Glück haben.


Nicht nur deutsche Kinder sind – in den Ferien – unter Umständen Langschläfer; die ukrainischen Kinder gleichen das dann abends aus, indem sie nicht so früh ins Bett gehen möchten.


Ausnahme: wenn am nächsten Tag eine Aktion geplant ist, oder wenn Sie etwas unternehmen möchten, erklären sie es dem Kind damit es den Grund versteht.


Den Kindern sollte deutlich gemacht werden, dass das Toilettenpapier in die Toilette gehört. Einen Eimer – wie in der Ukraine – gibt es bei uns nicht.


Die meisten Kinder kommen hier fast nur mit dem an, was sie anhaben ( und einige von ihnen haben auch nicht viel mehr !!! ). Als erstes sollten sie daher mit Kleidung bestückt werden.


Es ist übrigens nicht notwendig, alles neu zu kaufen, bei Frau Bischoff befindet sich eine gut sortierte Kleiderkammer in die alle Kinder mit ihren Gastafamilien kommen können.





Immer wieder hören wir Stimmen, die unsere Arbeit nicht verstehen können, mit der Argumentation die Kinder in den „goldenen Westen“ zu entführen, in ein Leben in „Saus und Braus“. Es ist sehr wichtig, den Erholungskindern, genauso wie unseren eigenen Kindern klar zu machen, das man für das vorhandene Geld hart arbeiten muss. Deswegen sind gemeinsame Abende mit einem Gesellschaftsspiel oder Unterhaltungen viel wichtiger, als die neue Jeans Hose die nach einigen Monaten zu klein geworden ist. Der, der den Bus schon einmal zurück begleitet hat, lässt sich anstecken von der Freude und der Nervosität der Kinder, die während der Fahrt aufkommt, sobald der Bus sich der Stadtgrenze nähert. Natürlich fließen Tränen beim Abschied und viele Kinder wollen dann auch nicht zurück nach Hause. Diese „Schmerzen“ sind jedoch vergessen sobald sie ihre Angehörigen wieder sehen. Und dann freuen sich die ukrainischen Kinder schon wieder auf das nächste Jahr, und ihre nächsten Ferien in ihrer Deutschen Familie.