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REISEBERICHT


KOVELREISE 2012

Reisebericht von Maria



Freitag: 11.05.2012


Pünktlich um 16.00 holt uns der Bus an der KGS ab, das Gepäck ist schnell verstaut, denn einige Reiseteilnehmer sind schon bei Lilly eingstiegen.Es ist meine zweite Fahrt nach Kovel und ich freue mich sehr, die Menschen die ich im letzten Jahr kennengelernt habe wieder zusehen.


Leider geraten wir auf der Autobahn in einen Megastau, der uns einige Stunden Zeit kostet.


Doch auch der geht vorbei und wir kommen zügig durch die Nacht voran.



Samstag: 12.05.2012


Gegen 14.00 Uhr Ortszeit erreichen wir Kovel und werden schon freudig erwartet. Zuerst wird der Bus ausgeladen und die vielen Sachspenden werden gegenüber vom Hotel bei Lena im Sportpalast gelagert.


Dann gibt’s ein Begrüßungsgetränk an der Bar, das Wetter ist herrlich warm und anschliessend werden die Zimmer verteilt.


Den Nachmittag und Abend verbringen wir bei Sergej und seiner Familie, das Essen ist lecker, der Wodka schmeckt, doch doch leider ist recht kühl und windig geworden.



Sonntag: 13.05.2012


Nach dem Frühstück steht ein Basarbummel an und das eine oder andere dort gekauft.


Mutig gehen mitags zu fünft und ohne Sprachkenntnise in eine Pizzeria. Wir betellen fünf Pizzen, die sind größer als gedacht und wir haben zu kämpfen sie alle zu verspeisen.


Am frühen Abend wollen wir nach Odessa fahren, mit dem Nachtzug.


Hier erleben wir einen KULTURSCHOCK . Es ist ein Großraumschlafwagen. Privatsphäre gibt es nicht. Auf der einen Seite des Abteils gibt es 4 Pritschen jeweils zwei übereinander, die sehen noch recht gemütlich aus, aber die an der Gangseite sind extrem schmal, drehen im Schlaf nicht möglich.


Aber was solls, man muss die Dinge so nehmen wie sie sind, wenn man sie nicht ändern kann.


Doch auch diese Nacht geht vorbei und so gegen 10.00 Uhr erreichen wir Odessa.



Montag: 14.05.2012


Wir werden schon erwartet. Lilly hat einen Führer organisiert. Er wird uns heute seine Stadt zeigen.


Odessa, die Hafenstadt am schwarzen Meer hat ca. 1.000.000 Einwohner. Es gibt viel Sehenswertes, Denkmäler von Puschkin, Katharina der Großen , Richelieu--- und Wladimir Putin grüßt vom Balkon ….......


Wir gehen die berühmten Potemknische Treppe zum Hafen runter. Das Wetter ist herrlich und eigentlich sollten wir den Tag nutzen für ein Bad im schwarzen Meer. Doch die Zeit geht viel zu schnell rum. Nach einem Essen bei der Mutter uns jungen Führers ist schon Zeit für die Rückfahrt. Wir haben viel gesehen und der Zug wartet nicht.


Nach dem anstrengenden und schönen Tag ist auch das Großraumabteil kein Problem mehr, Müde fallen wir in die Kojen.



Dienstag: 15.05.2012


Gegen 10.00 Uhr sind wir wieder in Kovel und nach einer ausgiebigen Dusche steht schon der nächste Termin an. Mittagessen im Kindergarten mit anschliessendem Besuch der Waisenkinder. Die freuen sich über ein Kuscheltier und die mitgebrachten Süssigkeiten. Ausserdem haben wir einige Kisten voll mit Sachspenden mitgebracht.


Der Abend gehört dann der Kultur. Die Musikgruppesingt und musiziert für uns ---- ein Augen- und Ohrenschmaus. Später gibt’s dann noch einen kleinen Imbiss. Ein schöner Tagesausklang



Mittwoch 16.05.2012


Am Vormittag ist frei und am frühen Nachmittag wird das Behinderteninternat besucht. Die Autos vollgeladen mit Sachspenden, fahren wir los. Es gewittert heftig und eine Kuh des Internats wird vom Blitz getroffen....


Die ca. 60 Jungen und jungen Männer warten schon gespannt. Sie bekommen nicht oft Besuch und freuen sich auf uns. Die meisten sind von ihren Familien abgeschoben und haben hier ein Zuhause gefunden. Stolz zeigen sie uns ihre Zimmer, alles ist tiptop undsehr sauber.


Viele der jungen Männer helfen mit, denn das Internat hat einige Nutztiere, Kühe, Ziegen, Schweine und etwas Landwirtschaft. So können sie sich selbst versorgen.


Wieder gibt es einen leckeren Imbiss und natürlich darf auch der Wodka nicht fehlen.


Wieder zurück im Hotel gibt es in der Bar noch einen Schlummertrunk zum gemütlichen Abschluss des Tages.



Donnerstag:17.05.2012


Vormittags wird wieder ein Kindergarten besucht. Hier werden rund 200 Kinder von 8.00 is 18.00 betreut. Da noch mehr Kinder aufgenommen werden sollen, müssen vorhandene Räume dringend renoviert werden. Die Kinder freuen sich über die mitgebrachten Süssigkeiten. Sowas bekommen sie nicht oft, da die meisten Eltern sehr arm sind.


Es müssen zwar neueKinder aufgenommen werden, aber Geld vom Staat für notwendige Renovierungen gibt es nicht.


Am Nachmittag ghets zum Grillen in den Wald und vorher im Kulturhaus noch etwas Musik.


Leider ist doch recht kalt und es regnet. Doch wir haben ein gemütliches Plätzchen auf der Veranda einer Datscha. Die Stimmung ist klasse, das Essen lecker und der Wodka wärmt von innen.


Am Abend treffen wir uns wieder in der Hotelbar zu einem Umtrunk.



Freitag: 18.05.2012


Es ist der letzte Tag in Kovel, ein Programm gibt’s heute nicht. Einige besuchen ihre Gastkinder und deren Familien. Auch letzte Einkäufe sei es Im Supermarkt oder auf dem Basar werden erledigt. Das Wetter ist wieder viel besser und am Abend gibt es dann ein Abschiedessen in einem Lokal in der Nähe. Auch ukrainische Freunde sind dabei.


Eine Band spilet und wer mag, kann auch tanzen.



Samstag: 19.05.2012


Ein letztes Frühstück im Hotel, die Koffer sind gepackt und der Bus wartet schon. Schnell sind die Koffer verstaut und nun heisst es einsteigen. Eine schöne Woche neigt sich dem Ende zu.


Noch einmal winken und der Bus fährt los.


Den ersten Aufenthalt gibt’s an der Grenze, es dauert sehr lange bis wir weiter kommen, fast vier Stunden dauert es bis es weiter geht.


Auch am Nachmittag kommen wir nur langsam voran, auf der Landstaße ist viel Verkehr. Erst als wir auf der Autobahn sind geht’s zügig weiter, trotz der doch recht vielen Mautstellen.


In Deutschland werden wir dann nochmal vom Zoll aufgehalten, doch die wollen nur unsere Pässe sehen und schon geht’s weiter.



Sonntag 20.052012


So gegen 7.00 Uhr kommen wir dann wieder in Barsinghausen an, eine schöne Reise mit vielen Erlebnissen, netten Menschen und vielen Begegnungen ist zu Ende.



PS. Herr Putin war eine Wachsfigur.